Der heutige Tag ist der Tag der unsichtbaren Beeinträchtigungen! Ulf aus dem AlexOffice erzählt uns mehr darüber, wie es ist, sein Leben mit Multipler Sklerose zu gestalten. Er berichtet von drei beinahe alltäglichen Szenarien.


Invisible Disability 4 –  Multiple Sklerose: Die Krankheit mit 1.000 Gesichtern, Teil 2

Szenario 1

Im Hauptbahnhof fragt mich eine Dame, ob ich ihr helfen könnte, Ihren Koffer zu tragen. Ihr Ehemann rettet mich zum Glück aus einer peinlichen Situation. Er hat bemerkt, dass ich humpele. Seiner Frau war das nicht aufgefallen. Sie war abgelenkt, da sie mit Ihrem Koffer am kämpfen war. „Der junge Mann kann dir nicht helfen, der hat selber was“.

Szenario 2

Ich bin zum Kino verabredet, aber finde den Weg einfach nicht. Mein Kumpel empfiehlt mir: „Frag doch jemanden!“ Der Clue ist: Ich wohne seit Jahren in diesem Viertel und gehe regelmäßig ins Kino, in genau dieses Kino (!). Der Mann, den ich frage, weiß davon nichts, hält mich für ortsfremd und gibt bereitwillig Auskunft. Mein Nachbar wäre verwundert.

Szenario 3

Der Mobilitätservice der Deutschen Bahn ist sehr gut, aber wenn man kurzfristig eine Reise plant, dann müssen Mitreisende mobilisiert werden, um mir die schweren Koffer beim Umsteigen an den neuen Zug zu tragen. Zum Glück hat meine Freundin beim Einstieg meine Mitreisenden  charmiert, sodass sie mir helfen.


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